9. Juni 1991, Stadttheater Pforzheim

Wiesenspiel

Eine Pantomime mit Musik von Simi Zeleny

Nachdem mir (Simi Zeleny) die Umsetzung von "LeM" als Pantomime mit Musik soviel Spaß gemacht hatte, bekam ich Lust noch einmal etwas Ähnliches zu machen. Mit Joachim Kania hatte ich jemanden gefunden der selbst gerne Melodien ausprobierte. So entstanden Handlung und Musik zeitgleich und genau aufeinander abgestimmt. Mal war die Idee zur Szene da und die Musik wurde darauf abgestimmt, dann wiederum probierte Joachim Tonfolgen aus und ich setzte sie in die Geschichte um. Interessant war bei diesem Stück auch, dass wir zu dieser Zeit auf eine große Anzahl von Spielerinnen und Spielern aus BRETThupferl und BRETThupferl minis zurückgreifen konnten und ich mir schon beim Schreiben des Textes und beim Hören der Musik genau die Personen vorstellen konnte, die die Rollen spielen sollten. So war mein Patenkind Simone Kunzmann z.B. zu der Zeit ein quirliges 6-jähriges Mädchen, dem wir die Töne eines umherspringendes Kindes gaben, das einen Schmetterling fängt. Deren Schwestern Tanja und Sandra gaben wir die Töne und Melodien von anmutigen Schmetterlingen. Das Brummen der Hummel entstand im Ohr mit dem Bild unserer Schauspielerin Berivan vor Augen und die kräftigen Schritte der Bauarbeiter hofften wir, von Gunnar und anderen Männern der Gruppe dargestellt zu bekommen.

Zum Inhalt: Ein harmonisches Bild einer Sommerwiese mit Blumen, Schmetterlingen und einer Hummel bestimmen die erste Szene. Doch schon bald erscheinen Männer, die das Gelände vermessen, Bagger die alles niederwalzen und Bauarbeiter die Bauzäune aufstellen. Der Mensch scheint alles zu zerstören. Betonklötze statt Blumen. Doch plötzlich kommt ein Sturm auf, der alles niederreißt, was die Menschen aufgestellt haben. Baupläne fliegen davon, Bauzäune stürzen ein – ein heilloses Durcheinander entsteht.
Im letzten Bild holt sich die Natur ihren Raum zurück: Pflanzen überwuchern den Bagger, Blumen schauen unter den Brettern hervor und auch Schmetterlinge und Hummel fliegen wieder.

 


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